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Peter Brunner

Foto: © Jojo Kunz

«Avanti dilettanti» oder «learning by doing» war immer der Motor von Peter Brunners Unternehmungen. Angetrieben von der Neugierde und nach diversen Vorleben als Bürogummi, Buchantiquar und Bibliothekar stürzte er sich in das, was ihn seither nicht mehr losliess: das Theater.

Heute realisiert er eigene Theaterprojekte oder lässt sich kraft seiner grossen Erfahrung gerne auch als Dramaturg, Oeil exterieur, Produktions-, Veranstaltungs-, PR-, Marketing- und Sponsoring-Berater, Förderstellen- und Jurymitglied oder Kurator engagieren.

Er verfügt über beste Kontakte zu Personen und Institutionen aus Kultur, Medien, Politik und Wirtschaft.

Privates

Seit 1998 lebe ich zusammen mit der Künstlerin und Köchin Doris Aebi. Heirat am 3.1.2005.

Regelmässige Hütedienste bei den drei Kindern meiner Tochter aus der Beziehung mit Ruth Jud, Lea Rosa (*26.5.1981), und Sandro Feuillet: Luan Crispin (*5.7.2011), Moris Jonah (*12.9.2013) und Jolin Amalié Lotta (*26.4.2018).

Das mag ich: Meine Frau (meistens) und alle anderen Liebsten (fast immer). Humor. Baum-Alleen. Bücherlesen. Käsekuchen. Zürich. Alles von Uwe Johnson. Die Toleranz. Marx Brothers. Podcasts-Hören im Tram. Unsere Froschaugasse-Wohnung mit Dachterrasse. Gedankenaustausch. Fellini-Filme. Kleintheater. Caramelchöpfli. Die Sihl. Fantasie. Begeisterung und Leidenschaft. Schwarzer Pfeffer. Frischbezogene Betten. Meine alte Mappe. Bahnhöfe. Markthallen. Bach-Musik. Kurt Guggenheim. Lavin. Deutsche Sprache. Die blaue Stunde. Wind. Bauhaus. Karl Valentin. Basilikum. Sound der 60er- und 70er-Jahre. Berlin. Flugzeuge. Brigitte Reimann. Chaplin. Walter Vogt. Charme. New York. Enten. Wiener Schnitzel mit Pommes frites. Der Duft von geschnittenem Gras. Dokumentarfilme. Catalin Dorian Florescu. Das Meer zu allen Jahreszeiten. Hörspiele & Feature. Mohnblumen. Alte Ansichtskarten. Zugfahren. Den FCZ. Bücher von Jurek Becker. Grosszügigkeit. Sonntagsbraten. Alice Rühle-Gerstel und Otto Rühle. Radio Swiss Classic. Frisches Brot. Tom Waits. Sven Regener und Element of Crime. Mascha Kaléko. Hilfsbereitschaft. Dick und Doof. Stadtpläne. George Grosz. Den Zweifel. Jugendstil. Geruch alter Treppenhäuser, wo Geschichten lebendig werden. Ruhe. Käthe Kollwitz. Leere Räume. Sperlinge, Amseln, Mauersegler und Meisen. Demokratisches Engagement. Rosa Luxemburg. Karl Kraus. Den Altweibersommer. Freundlichkeit. Gerhard Meier, Niederbipp alias Amrain. Berner Rosen. Stadtbummeln. Arbeiten. Professionelle Improvisation. Die späten Stunden. Wenn sich der Kinosaal verdunkelt. Die Schlussszene im Film Casablanca. Lachen. Hugo Loetscher. Taubenschwänzchen. Das sogar theater.

Das habe ich unlängst gelesen / wiedergelesen (w): Friedrich Glauser, Die Speiche. Krock & Co. Hrsg. und mit e. Nachwort von Bernhard Echte. Limmat Verlag, Zürich 1996 | Paul Auster, Mond über Manhattan. Roman. Rowohlt Taschenbuchverlag, Reinbek 1992 (w) | Paul Auster, Die Brooklyn-Revue. Roman. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2007 | Paul Auster, Porträt eines Unsichtbaren, in: Die Erfindung der Einsamkeit. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1995 (w) | Paul Auster, Baumgartner. Roman. Rowohlt, Hamburg 2023. | Paul Auster, Die New York-Trilogie (Stadt aus Glas, Schlagschatten, Hinter verschlossenen Türen). Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1991 (w) | Daniel Kehlmann, Lichtspiel. Roman. Rowohlt Verlag, Hamburg 2023 | Ruth Glatzer, Berlin zur Weimarer Zeit. Panorama einer Metropole 1919-1933. Siedler Verlag, Berlin 2000 | Marina Lewycka, Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2007 (11. Aufl.) | Carsten Gansel, Ich bin gierig nach Leben. Brigitte Reimann. Die Biographie. Aufbau Verlag, Berlin 2023 | Horst Bienek, Gleiwitz. Eine oberschlesische Chronik in vier Romanen. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2000 | Charles Lewinsky, Der Teufel in der Weihnachtsnacht. Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag, München 2010 | Alfred Döblin, Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf, Walter-Verlag, Olten, Freiburg i. Br. 1967 (w) | Günter Grass, Die Blechtrommel. Roman. Luchterhand/Buchclub Ex Libris, Zürich o.J. (w) | Robert Seethaler, Das Café ohne Namen. Roman. Ullstein Buchverlage, Berlin 2023 | Joachim Seyppel, Schlesischer Bahnhof. Erinnerungen. F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, München 1998 | Doris Femminis, Für immer draussen. Verlag Edition 8, Zürich 2022 | Catalin Dorian Florescu, Jacob beschliesst zu lieben. Roman. C. H. Beck, München 2011 (w) | Thomas Röthlisberger, Steine zählen. Eine finnische Geschichte. Roman. edition bücherlese, Luzern 2022 | Thomas Röthlisberger, Das Licht hinter den Bergen. Roman. edition bücherlese, Luzern 2020 | Dörte Hansen, Zur See. Roman. 4. Auflage. Penguin Random House, München 2022 | Stefan Ineichen, Principessa Malfada. Biografie eines Transatlantikdampfers. Wagenbach, Berlin 2022 | Bonnie Garmus, Eine Frage der Chemie. Roman. Piper, München 2022 | Carlos Ruiz Zafón. Der Schatten des Windes. Roman. Suhrkamp, Frankfurt/Main 2003 | Saša Stanišić. Herkunft. Luchterhand Literaturverlag, München 2019 | Patrick Modiano, Unterwegs nach Chevreuse. Roman. Hanser, München 2022 | Stephan Pörtner, Heimatlos oder Das abenteuerliche Leben des Jakob Furrer von der Halde bei Wald. Bilgerverlag, Zürich 2022 | Iris Wolff, Die Unschärfe der Welt. Klett-Cotta, Stuttgart 2021 | Katja Petrowskaja, Vielleicht Esther. Suhrkamp. Berlin 2014 | Florian Illies. 2013. Der Sommer des Jahrhunderts.  S. Fischer Verlag, Frankfurt/M 2012 | Ricarda Huch, Frühling in der Schweiz. Jugenderinnerungen. Hrsg. u. mit e. Nachw. von Ute Kröger. Limmat Verlag, Zürich 2022 | Florian Illies, Liebe in Zeiten des Hasses. Chronik eines Gefühls 1929 bis 1939. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M 2021. | Wilko Pogeter u. Stefan M. Holzer, Backsteinstadt Zürich. Der Sichtbackstein-Boom zwischen 1893 und 1914. Park Books, Zürich 2021 | Marc Valance u. Michael T. Ganz, Zürich Untergrund. Die Stadt unter der Stadt. Hier und Jetzt. Baden 2015 | Leila Slimani, Das Land der andern. 4. Aufl., Luchterhand, München 2021 | Jonathan Franzen, Crossroads. Roman. Rowohlt, Hamburg 2021 | Erich Keller, Das kontaminierte Museum. Das Kunsthaus Zürich und die Sammlung Bührle. Rotpunktverlag, Zürich 2021 | Hannes Lindenmeyer, Aussersihl bewegt. Der Zürcher Kreis 4. Rotpunktverlag, Zürich 2021 | Fabio Andina, Tage mit Felice. Roman. Rotpunktverlag, Zürich 2020 | Delia Owens, Der Gesang der Flusskrebse. Roman. Heyne Verlag, München 2020 | Charles Lewinsky, Der Halbbart. Roman. Diogenes Verlag, Zürich 2020 | Arno Camenisch, Der Schatten über dem Dorf. Engeler-Verlag, Schupfart 2021 | Wilfried Meichtry (Hrsg.), Der Dorffotograf Arnold Zwahlen. Benteli Verlag, Bern u. Zürich 2007 (Médiathèque Valais-Martigny u. Wilhelm Meichtry, Burgdorf) | Markus Schürf, Johann Schaer. Dorffotograf, Gondiswil 1855-1938. Limmat Verlag, Zürich 2017 | Monika Maron, Pawels Briefe. Eine Familiengeschichte. S. Fischer Verlag. Frankfurt/Main 1999 | Ulrike Ulrich, Während wir feiern. Roman. Berlin-Verlag, Berlin 2020 | Jay H. Geller, Die Scholems. Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie. Jüdischer Verl. Im Suhrkamp Verl., Berlin 2020 | Zora del Buono, Die Marschallin. C.H. Beck, München 2020 | Ludovic Balland, American Readers at Home. Scheidegger & Spiess, Zürich 2020 | Jürgen Tietz in Zusammenarbeit mit Detlef Jessen-Klingenberg (Hrsg.), TXL Berlin Tegel Airport. Park Book, Zürich 2020 | Roland Böhmer. «Ich wollt’s auf tausend Karten schreiben. Ansichtskarten aus dem Kanton Zürich 1890–1930. Chronos Verlag. Zürich 2020 (=Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 88)

Werdegang 

  • 1972-1978: Kaufmännische Ausbildung mit Besuch der Berufsschule KVZ (heute KV Zurich Business School), Kaufmännische Tätigkeiten in diversen Unternehmen
  • 1978-1979: Auslandsaufenthalt in Lateinamerika (Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Kuba)
  • 1979-1988: Buchantiquar in der Pinkus Genossenschaft in Zürich
  • 1989-1998: Bibliotheks-/Archivmitarbeiter in der Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung in Zürich
  • 1998-2002: Schweiz. Verband für Wohnungswesen (heute Wohnbaugenossenschaften Schweiz) und Antiquariat im Seefeld: Teilzeittätigkeiten in Ergänzung zur Leitungsstelle im sogar theater
  • 1998-2018: Theaterleiter sogar theater Zürich
  • 2018-2019: Idee, Gesamtleitung «alles in allem 2019»
  • 2020-2022: Idee, Gesamtleitung «Die Kranzflechterin 2024», zus. mit Wolfgang Beuschel

Fachhochschul-Ausbildung

2000-2004: Studiengang Advanced Studies in Cultural Management an der Hochschule für Gestaltung+Kunst Luzern (heute Hochschule Luzern) mit Master-Abschluss

Mandate

1998-2016: Gründungsmitglied und Präsident der Verlagsgenossenschaft edition 8

Politische Tätigkeit

1979-1983: Grosser Gemeinderat (Legislative) in Opfikon-Glattbrugg. Mitglied der SP-Fraktion. (Davor Mitglied der Fürsorgekommission Opfikon-Glattbrugg)

Sonstiges

1989-heute: Diverse Publikationen und Veröffentlichungen hauptsächlich im Zusammenhang mit den Tätigkeiten in der Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung und im sogar theater

Theaterarbeiten

1998-2019: Gründer sogar theater. Neben operativer Leitungstätigkeit, Produzent/Ko-Produzent vieler Theaterstücke die teilweise schweizweit aufgeführt wurden. Diverse dramaturgische Arbeiten, teilweise in Zusammenarbeit mit Dritten (Kein Land des Lächelns. Für Fritz Löhner-Beda | Zarah 47 | Moskva Petuski | Aufzeichnungen eines Psychopathen | Sie streifen so nah am Geheimnis | Frisch & Früh | Widmer! | Lenin Dada | Alles in Allem u.a.) und Textkonzepte für szenische Lesungen, teilweise in Zusammenarbeit mit Dritten (Aline Valangin und Wladimir Rosenbaum | Walter Matthias Diggelmann | Hanny Fries und Ludwig Hohl | Paul Celan und Ilana Shmueli | Varlin | Otto Steiger | Jürgen Fuchs | Miriam Pinkus | Bruno Schnyder | Rosa Luxemburg – Herbarium der Politik u.v.a.)

2019: alles in allem 2019. eine theaterreise in 12 stunden.

2022: die kranzflechterin 2024. ein stadttheater in 12 Stunden (Theaterfassung)

Auszeichnungen

  • 2000: Kulturelle Auszeichnung Kanton Zürich: Theaterpreis 
  • 2007: Sozial- und Kulturpreis der ZFV-Unternehmungen
  • 2017: Goldene Ehrenmedaille des Regierungsrates des Kantons Zürich
  • 2017: Theater-Anerkennungspreis der Stadt Zürich

Mitgliedschaften

sogar 20 – Film von Stefan Haupt

Ein Film fürs Theater. Ansehen

Theater ist nicht verwertbar, es hat kein Preisschild, und man kann es nicht nach Hause mitnehmen, höchstens in Gedanken.»

(Peter Brunner in einem Tages-Anzeiger-Interview)