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Aktuelle Vorhaben

Foto: © Jojo Kunz

2026

Vereinsaktivitäten

Details und ergänzende Infos zu allen Veranstaltungen siehe hier

«Da sind wir wieder!» – so werden die Aktivitäten des vereins alles in allem im Juni-Newsletter für das zweite Halbjahr 2026 angekündigt.

Anfang Juli findet die 7. ordentliche Jahresversammlung statt – Gelegenheit für einen Blick zurück und nach vorn. Am Horizont erscheint bereits das Jahr 2027 als letztes Geschäftsjahr des Vereins.

Einladung


Unser Abschlussprojekt

alles in allem 2026 – Hörspaziergänge

alles in allem 2019 ist Vergangenheit – mit alles in allem 2026 lebt die Idee weiter.

Der verein alles in allem entwickelt ein digitales Hörerlebnis und eine literarische Karte Zürichs auf der Grundlage von Kurt Guggenheims Roman Alles in Allem. Der Hörspaziergang alles in allem 2026 macht den Roman im Stadtraum hörbar – und setzt der Theaterreise von 2019 einen bleibenden Schlusspunkt.

Geplant sind mehrere Hörspaziergänge mit verschiedenen Stationen. Eine Web-App verbindet reale Schauplätze des Romans mit eingesprochenen Textpassagen, historischen Bildern und zusätzlichen Informationen. So entsteht ein literarisch-auditiver Stadtplan Zürichs – kostenlos und jederzeit zugänglich.

Und wer nicht spazieren möchte: Die Web-App funktioniert auch bequem von zu Hause aus.

Projektidee: Peter Brunner in Zusammenarbeit mit Wolfgang Beuschel

Web-Applikation: Sandro Feuillet

Flyer

Alles zur Theaterreise alles in allem 2019 – inklusive Filmen zu den einzelnen Spielorten – findet sich hier


Dokumentarfilm

Vorerst geht es jedoch los mit der Zürcher Premiere von Mizu No Oto – Der Klang des Wassers, einem essayistischen Dokumentarfilm von Edith Jud:

Samstag, 25. Juli 2026, 13 Uhr
Kino Xenix, Zürich, Eintritt frei

Edith Jud hat zahlreiche eindrückliche Dokumentarfilme realisiert, darunter:

Dieter Roth (2013)
Jean Christoph Ammann – Der Kunstimpressario (2008)
Die Bilder des Sammlers – Portrait Ernst Beyeler (2007)
Das süsse Dreieck – Die Geschichte der Toblerone (2002)
Carl Laszlo, der Kultsammler (2000)

Flyer

Jetzt sogar indoor

ABSEITS. Katholische Spuren in Zürich
Vortrag von Fiammetta Devecchi

Die stark nachgefragte Stadtführung gibt es nun auch als bebilderte Indoor-Veranstaltung. Im Zentrum steht die wenig bekannte Geschichte der katholischen Bevölkerung im reformierten Zürich: Arbeitsmigration, soziale Randlagen und überraschende Aufstiege – vom Dienstbotenmilieu bis zur erfolgreichen Metzgerei am Münzplatz.

Der Vortrag verdichtet den Spaziergang zu einer erzählten Stadtgeschichte und eröffnet neue Perspektiven auf Zürich.

Mittwoch, 26. August 2026, 19.30 Uhr
Pfarrsaal Pfarramt St. Peter und Paul, Werdgässchen 26, 8004 Zürich

Flyer


Vorschau

«Alles in Allem» – literarische Stadtführung

Im September oder Oktober laden Nicola Behrens und Peter Brunner zu einer besonderen Stadtführung ein: zu ausgewählten Schauplätzen des Romans Alles in Allem, begleitet von Textpassagen aus dem Buch – die beliebte «Alles in Allem»-Mischung also.

Weitere Informationen folgen. Lassen Sie sich überraschen.


Nachlass Brunner Mörgeli – Dokumentation und Schreibprojekt

Mit der Publikation von drei Dokumentationen ist die erste Etappe der Erschliessung des Nachlasses Brunner-Mörgeli abgeschlossen. Mehr dazu hier.

Bisher liegen folgende Dokumentationen vor:

  • Die Sippe Brunner «Chlijoggen» (Klijoggen) von Zumikon.

Vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Aus dem Nachlass dargestellt von Peter Brunner

PDF

  • Die Mörgelis – Zwischen Schlatt/ZH und Mönchaltorf

Eine Zürcher Familiengeschichte von Peter Brunner

PDF

  • Heiri, Heich, Enrico – Die vielen Leben des Heinrich Brunner (1913–1977)

Eine unvollständige Lebensgeschichte aus dem Nachlass dargestellt.

Von Peter Brunner

PDF

Wie es weitergeht, ist offen. Aus dem Material soll jedoch ein Schreibprojekt entstehen, dessen Form, Stil und Gattung noch unbestimmt sind: denkbar sind eine Erzählung, eine essayistisch-dokumentarische Darstellung, eine polyphone oder topografische Beschreibung, ein Theatertext, Feature oder Podcast.

Gesucht wird ein visueller, bildhafter Sprachrhythmus. Im Zentrum steht nicht eine eng gefasste Familiengeschichte; vielmehr sollen einzelne Figuren des Nachlasses mit ihrer Zeit und deren sozialen Realitäten verknüpft werden.

Ein Beispiel dafür sind meine Stadtminiaturen «Leu und Meier» – kurze Prosatexte, die einige dieser Aspekte aufnehmen und mit unterschiedlichen Schreibformen spielen.

Offen bleibt auch die Frage der Form: fiktionale Audioliteratur oder non-fiktionale Schreibweise? Juni 2026


Leu und Meier – Stadtminiaturen aus Zürich

«Leu und Meier» sind literarische Stadtminiaturen, inspiriert von historischen Ansichtskarten und Fotografien aus Zürich. Ausgangspunkt der Texte sind Bilder vergangener Stadträume: Strassen, Plätze, Tramlinien, Läden, Brücken, Wartesäle oder Flusslandschaften. Die historischen Ansichten werden jedoch nicht dokumentarisch beschrieben, sondern literarisch weitergedacht.

Im Zentrum stehen die beiden Kunstfiguren Leu und Meier – Flaneure, Beobachter, Zuhörer, Kommentatoren und gelegentlich auch Fantasten, ohne eindeutiges Alter und fixiertes Geschlecht.  Sie bewegen sich durch ein Zürich zwischen Erinnerung, Alltagsgeschichte und Imagination. Dabei entstehen kurze Prosatexte, die historische Realität mit erfundenen Szenen, Dialogen und assoziativen Bildern verbinden.

Die Texte interessieren sich besonders für die sozialen und atmosphärischen Schichten der Stadt: für Geräusche, Bewegungen, Randfiguren, Vergessenes und Übersehenes. Immer wieder treten Menschen auf, die tatsächlich gelebt haben – Passantinnen, Hauswarte, Verkäuferinnen, Tramführer, Handwerker oder Angestellte. Ihre Namen stammen aus historischen Quellen und Adressbüchern. Die Miniaturen versuchen, diesen «gewöhnlichen» Menschen für einen kurzen Moment wieder Präsenz zu verleihen.

Formal bewegen sich die Texte zwischen Kurzprosa, Miniatur, Feuilleton, literarischer Bildbetrachtung und Mikronarration. Manche sind dialogisch, andere rhythmisch oder filmisch montiert; manche arbeiten mit Ironie und Sprachspiel, andere mit Verdichtung, Lakonie oder dokumentarischen Einsprengseln. Historische Fakten stehen dabei gleichberechtigt neben Fiktion, Alltagsbeobachtung neben surrealen oder poetischen Verschiebungen.

Die Sprache sucht keinen nostalgischen Ton. Vielmehr entsteht ein urbanes Schreiben, das Vergangenheit im Gegenwärtigen sichtbar machen möchte: präzise, bildhaft, manchmal rau, manchmal verspielt. Die Stadt erscheint dabei als Resonanzraum von Stimmen, Geräuschen, Erinnerungen und Bewegungen.

Alle bisherigen Texte sind als PDF dokumentiert.

Die Stadtminiaturen erscheinen fortlaufend auf Facebook, Instagram und LinkedIn.


Bild des Tages | Picture of the day. Mein persönlicher Blick auf Alltägliches, Kurioses, Berührendes. Mehr dazu aus dieser Facebook-Seite oder auf meinem Instagram-Account




«Wenn Du so weitermachst, wirst Du wie er»

(Zitat der Eltern. Mich in Bezug auf Onkel Heiri meinend.)